Wettbewerbe der Königin-Paola-Stiftung

Die Königin-Paola-Stiftung hat seit 1992 rund 970 soziale Projekte und 300 Projekte im Bildungsbereich unterstützt sowie mehr als 500 Lehrkräfte honoriert, die die Integration und Bildung junger Menschen fördern.

Focus Erde

Der Preis „Focus Erde“ ist ein Wettbewerb für die Schülerinnen und Schüler des beruflich-technischen Unterrichts in Sekundarschulen und in der Lehrlingsausbildung. Der Preis soll den Übergang vom Sekundar- zum Hochschulwesen erleichtern, indem der Fokus auf technische und wissenschaftliche Kenntnisse gelegt wird.

Mit dem Preis werden jedes Jahr die besten Arbeiten ausgezeichnet, die im Rahmen der Berufsqualifikation vorgestellt werden. Die Themen Erde oder Weltraum können aus einem wissenschaftlichen, technischen, künstlerischen, ökologischen, soziogeografischen, kosmologischen und gesellschaftsrelevanten Blickwinkel bearbeitet werden.

Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die die 3. Stufe des beruflich-technischen Sekundarschulunterrichts beenden (6. TB, 7. BU, Form 3 und 4 für die Förderschule). Ebenfalls teilnahmeberechtigt sind die Lehrlinge des letzten Ausbildungsjahres (3. Jahr) der beiden Zentren für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand.

Weitere Informationen und das Einschreibeformular sind in deutscher Sprache auf der Webseite in den weiterführenden Links abrufbar.

Königin-Paola-Preis für das Unterrichtswesen

Mit dem Königin-Paola-Preis für das Unterrichtswesen werden seit 1996 Lehrerinnen und Lehrer ausgezeichnet, die in ihrem Beruf herausragende Leistungen erbringen. Der Königin-Paola-Preis wird in der Französischen und der Flämischen Gemeinschaft jedes Jahr und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft alle vier Jahre vergeben. Die Deutschsprachige Gemeinschaft nimmt zyklisch an dem Wettbewerb teil.

Der Königin-Paola-Preis wird in zwei Kategorien verliehen:

  • „Wissenschaften, Mathematik und Technologie – Schlüssel für unsere Zukunft“

In dieser Kategorie werden Lehrkräfte der Primar- und Sekundarschulen ausgezeichnet, die Maßnahmen umgesetzt haben, durch die die Attraktivität der wissenschaftlichen Fächer gesteigert wurde und/oder ein Projekt verwirklicht haben, das das Interesse der Lernenden für eine wissenschaftliche Laufbahn geweckt hat. Der Preis kann auch einer Gruppe von Lehrkräften zuerkannt werden, die sich gemeinsam für die oben erwähnten Ziele eingesetzt haben.

  • „Außerschulische Unterstützung für Jugendliche und ihre Schulen“

Dieser Preis honoriert Vereinigungen und/oder Personen, die eng mit Schulen zusammenarbeiten (Hausaufgabenbetreuung, Elternräte, Arbeitskreise …) und außerschulische Aktivitäten für Kinder und Jugendliche organisieren, um deren Schullaufbahn positiv zu beeinflussen und ihre Integration in die Gesellschaft zu verbessern. Die Auszeichnung der Königin-Paola-Stiftung belohnt Initiativen, die insbesondere darauf abzielen

  • die Entfaltung der Talente und des Potenzials der Jugendlichen zu fördern und zu verbessern,
  • den Lernrückstand zu verringern und
  • Integration, Solidarität und bürgerbewusstes Verhalten zu verbessern.

Bisherige Königin-Paola-Preise für das Unterrichtswesen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrfach Lehrkräfte aus Schulen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit dem Königin-Paola-Preis ausgezeichnet:

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Primarschulen

1996-1997

Erster Sieger: Das Lehrerteam der Gemeindeschule Elsenborn, vertreten durch Herrn Walter Dahmen, der Herrn Walter Peterges, Direktor, vertritt: Auf Beobachtung, Selbsteinschätzung, Kommunikation und sozialaffektives Lernen aufbauendes pädagogisches Projekt.

Zweiter Sieger: Das Lehrerteam der Primarschule Eupen-Oberstadt, vertreten durch Herrn Günter Koch, Schulleiter: Stufenunterricht, innere Differenzierung, Paten-Systeme, Ateliergruppen.

Dritter Sieger: Das Lehrerteam der Gemeindeschule Hergenrath, vertreten durch Herrn Martin Christen, Schulleiter: „Die Schule ist eine Begegnungsstätte“.

2000-2001

Erster Sieger: Team, bestehend aus 14 Lehrkräften der Gemeindeschule Nidrum, vertreten durch Herrn Johannes Van Neuss: Stammgruppenpädagogik in Primarschule und Kindergarten.

Zweiter Sieger: Team, bestehend aus drei Lehrkräften des Instituts der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Sonderunterricht (IDGS) in Eupen, vertreten durch Myriam Kremer-Stommen: Die „konduktive“ Erziehung: ein kleiner Schritt im Unterrichtswesen – ein großer Schritt für Kinder mit einer Körperbehinderung.

Dritter Sieger: Team bestehend aus fünf Lehrkräften der Gemeindeschule Kelmis, das von den Herren Ronald Goffart und Gerwin Poth vertreten wird: Versuch einer Symbiose zwischen einer auf den Kompetenzen beruhenden Methode und der Pädagogik des Jena-Plans.

Sekundarschule

1997-1998

Erster Sieger: Eine Gruppe von sechs Lehrern des Robert-Schumann-Instituts Eupen, einer Schule mit gekürztem Stundenplan, wird hier von Herrn Jean-Michel Lex vertreten: Ausbildung mit einer Umweltdimension in der Unternehmenswelt im Teilzeitunterricht.

Zweiter Sieger: Eine Gruppe von acht Lehrern des Technischen Instituts Sankt-Vith, hier vertreten durch Herrn Peter Schmitz: Förderung von Entwicklungsmöglichkeiten in heterogenen Gruppen.

2006-2007

Erster Sieger: Véronique Roelandts-Schröder, Naturwissenschafts- und Religionslehrerin an der Pater-Damian-Schule in Eupen: « Achtung Mobbing - Attention Mobbing - Opgelet Mobbing »: Vorstellung einer Einheit über 8 Unterrichtsstunden. Es ist eine Handreichung für Moral- und Religionslehrer (jeder Konfession) und eventuell andere Fachunterrichte zur Vorbeugung und Lösung von Problemen in Zusammenhang mit Belästigung in der Schule. Hinzu kommt die Vorstellung eines Intensivpraktikums von 3 Tagen während der Projektwochen.

Zweiter Sieger: Christine Maraite, Förderschulpädagogin am I.D.G.S. Institut der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Sonderunterricht in Eupen: « Snoezelen » ist ein multifunktionales Konzept, in welchem über entsprechende Geräte und Raumgestaltung Sinnesempfindungen (Hören, Sehen, Riechen, Tasten) bei Kindern mit einer Behinderung ausgelöst werden. Schwerpunkte stellen die Entspannung und das Wohlbefinden dar.

Wissenschaften, Mathematik und Technologie (Grund- und Sekundarschulen)

2004-2005

Erster Sieger: Brigitte Leyh-Nihant, Lehrerin für das Fach Chemie am Königlichen Athenäum Eupen: Das Kristallzüchtungsprojekt fördert die Faszination der Schüler für die Wissenschaften durch die Bildung schöner Einkristalle im Chemielabor und führt zur Entwicklung fachlicher und fachübergreifender Kompetenzen.

Zweiter Sieger: Joseph Spoden, Klassenleiter an der Grundschule Crombach: Fach- und jahrgangsübergreifende Bearbeitung des Themas „Belgischer Obstanbau“ als Einstieg in die Naturkunde mit dem Ziel, dass Kinder Zusammenhänge erkennen und sich mit der Beziehung von Mensch und Umwelt und deren Wechselwirkung auseinandersetzen.