Auf dem Weg zur Gesamtvision Bildung

Die Entwicklung der „Gesamtvision Bildung“ erfolgt in mehreren Phasen. Im Rahmen der Diagnosephase werden seit 2019 zunächst die aktuellen Stärken und Herausforderungen und zukünftige Handlungsfelder des Bildungssystems identifiziert. Anhand dieser soliden Diagnose können die strategischen Ziele definiert und priorisiert werden. Alle Erkenntnisse fließen bis 2023 in einen Umsetzungsplan ein, der die Perspektiven für die Bildungsregion Ostbelgien über das Jahr 2030 hinaus aufzeigen wird. Der Beteiligung der Bildungsakteure und der Bürger kommt bei der Entwicklung der „Gesamtvision Bildung“ eine besondere Bedeutung zu.

Drei Phasen auf dem Weg zu einer „Gesamtvision Bildung“
Drei Phasen auf dem Weg zu einer „Gesamtvision Bildung“

In einigen Handlungsfeldern, die sich bei der ersten Analyse als relevant erwiesen haben, sind einzelne Bildungsprojekte verstärkt fortgesetzt worden, wie beispielsweise die Lehrererstausbildung, die Förderung der Mehrsprachigkeit sowie der Ausbau der Förderpädagogik in den Regelschulen. Sie möchten mehr wissen? Über die Links in den Artikeln weiter unten, erfahren Sie mehr zu den laufenden Bildungsprojekten.

Gesamtvision Bildung - was wurde bisher erreicht, welche Etappen stehen bevor?

Aktuell

Januar 2021 - Dezember 2021 – Diagnose des Bildungssystems vertiefen

Das 2020 erhobene Meinungsbild wird durch eine Expertensicht von außen ergänzt. Anhand objektiver internationaler Vergleichsdaten analysiert ein interdisziplinäres Team der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), wie effektiv, effizient und chancengleich das Schulsystem in Ostbelgien ist. Die Analysten der OECD prüfen auch, welche erfolgreichen Lösungsstrategien aus anderen Bildungssystemen auf Ostbelgien übertragbar sind. Grundlage für diese Analyse bildet ein Hintergrundbericht zur aktuellen Situation des Schulsystems einer fachbereichsübergreifenden Arbeitsgruppe des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Die coronabedingten Entwicklungen sowie die Ergebnisse der Arbeitsgruppen „Gutes Personal für gute Schulen“ werden bei der Analyse berücksichtigt. Darüber hinaus führt das OECD-Team Interviews mit zahlreichen Bildungsakteuren in Ostbelgien durch. Der Ergebnisbericht wird im Dezember 2021 vorgelegt.

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Ausblick

1. Halbjahr 2021 - 2. Halbjahr 2022 - Entwicklung einer Gesamtvision

Die Ergebnisse der Diagnosephase bilden die Grundlage für die Entwicklung einer konsensfähigen Gesamtvision. Die Vision wird Perspektiven aufzeigen, Prioritäten klären und eine zukunftsfähige Gestaltung des Bildungswesens in Ostbelgien ermöglichen. Dieser Entwicklungsprozess erfolgt im engen Dialog mit den Bildungsakteuren und den Bürgern Ostbelgiens.

1. Halbjahr 2022 - 2. Halbjahr 2023 - Erarbeitung eines Umsetzungsplans

Alle Analyseerkenntnisse und erzielten Vereinbarungen fließen in einen Umsetzungsplan ein. Ein Masterplan zeigt die Perspektiven für die kommenden 10 bis 15 Jahre auf. Dieser Plan wird im engen Dialog mit den Bildungsakteuren Ostbelgiens entworfen..

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Rückblick

April 2020 - Dezember 2020 – Kooperationsanbahnung mit der OECD

Um das erhobene Meinungsbild durch eine wissenschaftliche Analyse zu ergänzen, wurden Verhandlungen mit dem Direktorat für Bildung und Kompetenzen der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufgenommen. Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft unterzeichnete im Dezember 2020 die Kooperationsvereinbarung zur Durchführung einer Wirksamkeitsanalyse des Schulsystems. Für die Finanzierung dieser Analyse bewilligte die EU-Kommission einen Zuschuss.

Januar 2020 – März 2020 – Meinungsbild

Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus Online-Umfrage, Experten-Interviews und Diskussionsforen flossen in einen Ergebnisbericht ein. Der Bericht zeigt Handlungsfelder und -optionen sowie die zukünftigen Herausforderungen des Bildungswesens in Ostbelgien auf. In einigen Handlungsfeldern, die sich bei dieser ersten Bestandsaufnahme als relevant erwiesen haben, wurden einzelne Reformprojekte und Bildungsinitiativen auf den Weg gebracht.

Dezember 2019 - Zukunftsforen Bildung

Im Rahmen von zwei öffentlichen Zukunftsforen in Eupen und St. Vith diskutierten rund 150 interessierte Bürger mit dem Bildungsminister und Vertretern aus Schule, Hochschule und mittelständischer Ausbildung, die Zwischenergebnisse der Diagnosephase. Eine begleitende Posterausstellung vermittelte einen Überblick zum Meinungsbild.

Oktober – November 2019 – Diskussionsforen und Rundtischgespräch

Bei vier lokalen Diskussionsforen in Bütgenbach, Eupen und St. Vith diskutierten zahlreiche Bildungsakteure die Ergebnisse der Online-Befragung. Mehr als 100 interessierte Vertreter nutzten die Foren für einen regen Meinungs- und Erfahrungsaustausch. Die Schlüsselakteure des Bildungswesens wurden bei einem Rundtischgespräch aktiv in die Interpretation der Ergebnisse eingebunden.

August – September 2019 – Breitangelegte Online-Umfrage

Vom 27. August bis zum 22. September waren alle Bürger dazu aufgerufen, in einer anonymen Online-Umfrage ihre Meinung zum aktuellen Bildungssystem kundzutun. Rund 3.500 Bürger nahmen diese Chance wahr. Insbesondere Auszubildende und Ausbilder, Eltern, Lehrer, Schulleiter, Studenten sowie Vertreter außerschulischer Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft beteiligen sich, sodass für alle relevanten Zielgruppen der Bildungsregion Repräsentativität erzielt werden konnte.

Mai – Juli 2019 – Experten-Interviews

Das Beraterteam von VDI TZ analysierte umfangreiche Studien und Dokumente zum Bildungssystem. Es wurden Experten-Interviews mit den Schüsselakteuren des Bildungswesens geführt und erste Schlussfolgerungen gezogen. Die Erkenntnisse bildeten die inhaltliche Orientierung für eine breit angelegte Online-Umfrage.

April 2019 - Auftakt der Diagnosephase

Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft beauftragte das Beratungsunternehmen VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) aus Düsseldorf mit der Diagnose des Bildungssystems in Ostbelgien. Im Mittelpunkt dieser ersten Bestandsaufnahme stand die Erhebung eines Meinungsbildes zu den aktuellen Stärken und Herausforderungen der Bildungsregion.

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